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FAQ / die häufigsten Fragen zur Triumph Competition

Fragen zur Rennserie


Wer ist der Träger der Triumph-Competition & British GT?
Das TR-Register Deutschland e.V. ist verantwortlicher Träger der Rennserie seit über 10 Jahren. Der Vorstand des TR-Registers benennt den Serienkoordinator, der sich um die Organisation der Veranstaltungen und das Reglement kümmert. Der Serienkoordinator wird dabei unterstützt von einem Team, das ihn in speziellen Feldern (Finanzen, Geschäftsstelle, Kommunikation und Internet) unterstützt.


Ist die Triumph-Competition eine historische Rennserie?
Nein. Weder in dem Sinne, dass es diese Rennserie schon seit den 60er Jahren gäbe, noch in der Weise wie die Motorsportverbände (DMSB und FIA) "historischen Motorsport" definieren.

Der Triumph-Competition liegt ein eigenes, vom DMSB genehmigtes Reglement zugrunde. Mit diesem Reglement läßt sich die Triumph-Competition als "Clubsport-Serie" oder „moderne“ Rennserie mit klassischen Fahrzeugen charakterisieren, d.h. Sicherheits- und Umwelt-Standards gelten für die Triumph-Competition wie für andere aktuelle Rennserien auch. Anders als im "historischen Motorsport" nach FIA, Anh. K., müssen die Veränderungen an den Fahrzeugen nicht historisch belegt sein, sondern lediglich dem Reglement der Triumph-Competition entsprechen. Dadurch ergeben sich in vielen Bereichen andere und weitergehende Tuningmöglichkeiten gegenüber dem historischen Motorsport, was letztlich auch die Chancengleichheit zwischen unterschiedlichen Fahrzeugtypen verbessert. Auch müssen die Fahrzeuge keine zeitgenössische Rennhistorie mit internationalen Veranstaltungen aufweisen können, sondern können relativ preiswert aus straßenzugelassenen Fahrzeugen aufgebaut werden.

 

Auf welchen Rennstrecken wird gefahren?
Das ist jedes Jahr leicht unterschiedlich. Es ist eine Mischung aus großen, bekannten Grand-Prix Strecken, wie dem Nürburgring oder Spa Francorchamps, Hockenheim und kleineren Strecken, wie z.B. Assen, Zandvoort, Zolder oder Colmar Berg. Die Organisatoren versuchen hier eine ausgewogene Mischung zu finden, die attraktive Strecken und Veranstaltungen bietet, aber trotzdem bezahlbar bleibt.


Wird noch etwas anderes außer Rundstrecke gefahren?
Das Reglement bietet die Möglichkeit, auch Slalom oder Bergrennen als Veranstaltungen durchzuführen. Rally-Veranstaltungen sind vom Reglement nicht vorgesehen.


Gibt es eine seriennahe Klasse?
Nein, die gibt es nicht mehr. Um eine Aufsplitterung in zu viele zahlenmäßig kleine Klassen zu vermeiden, hat man diese Regelung vor einigen Jahren aufgegeben. Wenn eine entsprechende Anzahl von Fahrern Interesse an einer seriennahen Klasse bekunden, ist es aber kein Problem, eine entsprechende Wertung wieder ins Reglement aufzunehmen und die Regelungen dafür zu schaffen.


Wer kann bei der Triumph-Competition mitfahren?
Jeder, der eine entsprechende Fahrer-Lizenz ("Rennfahrer-Führerschein") besitzt. Das ist für die Triumph-Competition die "Internationale C-Lizenz" bzw. "Nationale A-Lizenz". Um diese Lizenzen zu erwerben, muss man an einem entsprechenden Lizenzlehrgang teilnehmen, der von verschiedenen Rennfahrer-Schulen angeboten wird. Mit der "Nationalen A-Lizenz" kann man möglicherweise nicht an allen Rennveranstaltungen starten, Details dazu werden jeweils geklärt.

 

Was kann man gewinnen?
Vor allem viel Spaß! Darüber hinaus gibt es natürlich Pokale, die in den jeweiligen Klassen getrennt vergeben werden. Geldpreise gibt es darüber hinaus (bislang) nicht, und man kann als Fahrer auch kein Geld verdienen.

 

Was kommt "nach" oder "über" der Triumph-Competition?
Die Triumph-Competition ist eine eigenständige Rennserie und kein Bestandteil des Motorsport-Engagements der großen Auto-Clubs und Verbände. Bei uns laufen keine Talentsucher herum, und auch wer die TC gewinnt wird, dadurch nur unwesentlich bessere Chancen haben, DTM oder Formel 1 zu fahren. Eine Basis für eine Karriere im Motorsport kann die Triumph-Competition nicht darstellen.


Wie kann ich in der TC mitfahren?
Einfach per Mail Kontakt aufnehmen, im Forum nachfragen oder uns auf den Veranstaltungen ansprechen!

 

 

 

Fragen zu den Fahrzeugen und zur Technik

Wie schnell sind die Autos?
Die Spitzengeschwindigkeit liegt je nach Typ etwa zwischen 170-210km/h.

 

Wieviel PS haben die Autos?
Auch das hängt natürlich vom Typ ab, die meisten Fahrzeuge haben zwischen 50% und 90% mehr Leistung als der Motor im Serienzustand. In Zahlen: Zwischen 80 PS und 250 PS ist alles vertreten. Interessanter als die Motorleistung allein ist allerdings das Leistungsgewicht, und dann sind die Unterschiede nicht mehr so groß, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, da die leistungsschwächeren Autos meist erheblich leichter sind.


Welche Marken und Typen dürfen teilnehmen?
Das ist im Reglement festgelegt. Im wesentlichen umfasst die Typenliste Fahrzeuge der Marken Triumph, MG und Austin Healey. Gemeinsam ist diesen Fahrzeugen vor allem eine recht unkomplizierte Großserientechnik auf einem technisch eher "rustikalen" Niveau, wie z.B. die Stoßstangen-Motoren mit 2 Ventilen pro Zylinder oder Trommelbremsen auf der Hinterachse. Reinrassige Sport-Fahrzeuge mit moderner(er) und ausgefeilter Technik sind nicht direkt die Zielgruppe der Triumph-Competition, was nicht heißt, dass nicht auch Gaststarter mit exotischeren Fahrzeugen mit am Start sein können.


Muss ich unbedingt ein eigenes Fahrzeug haben?
Nein, auch wenn die meisten Fahrer auf ihren eigenen Autos starten. Es gibt bei verschiedenen Motorsport-Teams die Möglichkeit, Rennfahrzeuge zu mieten. Man kann auch die Wartung und den Aufbau eines Rennfahrzeugs beauftragen, wenn man nicht selber "schrauben" kann oder will.


Kann ich mit einem getunten Straßenfahrzeug teilnehmen?
Ja. Jedes Fahrzeug muss allerdings den Sicherheits- und Umweltbestimmungen im Reglement genügen. Wenn das jemand mit einem straßenzugelassenen Fahrzeug hinbekommt, ist die Teilnahme kein Problem. Allerdings werden einige TÜV-Prüfer Angesichts von Gurten, Rennsitz und Käfig nur noch den Kopf schütteln. Aber es ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, einige Fahrer haben so angefangen. Dadurch ist auch die Anreise auf eigener Achse eine denkbare Option, auch wenn es viele gute Gründe gibt, das Rennfahrzeug ausschließlich für den Motorsport zu benutzen und auf einem Anhänger zur Rennstrecke zu bringen.

 

Welche Papiere brauche ich für ein Rennfahrzeug?
Um das Rennfahrzeug zu identifizieren, wird entweder die Straßenzulassung benutzt oder ein Wagenpass. Für historische Fahrzeuge kann das ein FIA-Wagenpass sein, oder ein Wagenpass des DMSB. Der DMSB arbeitet für die Ausstellung dieser Wagenpässe mit TÜV bzw. DEKRA Ingenieuren zusammen. Eine Liste dieser Ingenieure findet sich im DMSB-Handbuch.

 

Warum haben die Autos keinen Heck-Spoiler?
In den 60er Jahren, in denen viele der Triumph-Competition-Baureihen im seriennahen Motorsport eingesetzt wurden, waren aerodynamische Hilfsmittel wie Heckspoiler noch nicht bekannt. Um diese Optik zu erhalten sind keine Spoiler erlaubt. Um die Chancengleichheit auch über die verschiedenen Bauperioden hinweg zu gewährleisten, müssen auch jüngere Fahrzeuge aus den 70er Jahren auf diese Hilfsmittel verzichten.


Warum haben die Autos so schmale Räder und keine fetten Verbreiterungen?
Hier gilt das gleiche wie im vorigen Punkt - in den 60er Jahren gab es noch keine extrem breiten Felgen und Niederquerschnittsreifen. Also hat man da einen entsprechenden Kompromiss gewählt, der für alle Fahrzeuge gilt. Darüber hinaus steigen bei breiteren Felgen und Reifen auch die Fahrwerksbelastungen enorm an - bis in Bereiche, denen die verwendeten Fahrwerksteile den Belastungen nicht mehr gewachsen sind und brechen.


Wie viele Reifensätze verbraucht man pro Wochenende?
Anders als in der Formel 1 oder der DTM hält ein Satz Reifen in der Regel nicht nur ein Rennen, sondern deutlich länger. Im Detail hängt das natürlich vom Fahrer und Fahrzeug ab, aber man kann in der Regel davon ausgehen, dass man mit einem Satz Reifen eine Saison fahren kann. Viele Fahrer fahren einen Satz Reifen sogar zwei Jahre oder noch länger, bevor wieder etwas Neues angeschafft wird.


Warum werden keine Slicks gefahren?
Das hat verschiedene Gründe:

  • Für die älteren Baureihen wären Slicks nicht authentisch
  • Die Fahrwerksbelastungen steigen mit Slicks enorm an
  • Die Kosten für Slicks sind deutlich höher
  • Es werden zusätzliche Regenreifen benötigt

Die Wahl, einen profilierten, straßenzugelassenen Rennreifen mit einem Seitenverhältnis von mindestens 55% zu benutzen, stellt für die Beteiligten einen Kompromiss dar, den man gewählt hat, um eine gewisse Chancengleichheit herzustellen, eine angemessene Optik der Fahrzeuge zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten in einem akzeptablen Rahmen zu halten.


Warum wird kein Einheitsreifen benutzt?
Zum Einen sind die Vorlieben der Fahrer zu unterschiedlich, zum Anderen gibt es keinen Anbieter, der für alle Modelle ein passendes Reifenformat anbietet, so dass sich immer irgend jemand benachteiligt fühlen würde.


Warum ist ein Katalysator vorgeschrieben?
Der DMSB hat entschieden, dass in allen modernen Rennserien die Fahrzeuge mit einem Kat ausgerüstet sein müssen. Das soll die allgemeine Akzeptanz von Motorsport fördern, da dem Motorsport immer vorgeworfen wird, in besonderem Maße umweltschädlich zu sein. Da die Triumph-Competition mit ihrem Reglement eigentlich eine "moderne" Rennserie ist, ist auch bei uns der Kat vorgeschrieben. Die heute verfügbaren Motorsport-Katalysatoren beeinträchtigen die Motorleistung nicht und unterstützen die Schalldämmung ein wenig, es gibt also keinen technischen Grund sie nicht zu verwenden.