Historische Zandvoort Trophy: Rennbericht
33. Historischen Zandvoort Trophy am 23.-24.5.2009
(Rennbericht von H. Carl und V. Mielcarek)
Das Wetter zur Saisoneröffnung war mal wieder fantastisch, warm, aber dank der frischen Brise vom Meer immer sehr angenehm und nicht so drückend wie im Rheinland an diesem Wochenende.
Nach unserem ersten Qualifying kommt die Überraschung: Teun Bleijenberg mit MGB
auf der Pole, daneben der schnelle schwarze Morgan +8 von Paul Conway, der aber an diesem Tag von dessen Freund, E.J. Mercer, gefahren wird. Auf Startplatz 3 steht Mario Neumann mit seinem TR6 , daneben der zweite Morgan +8 mit Hubertus Carl.
Beim Start zu unserem ersten Rennen am Samstag macht Teun einen Frühstart – er konnte von seiner Position der Startampel aber kaum erkennen - und bekommt dafür 20 Sekunden Zeitstrafe.
Hubertus kommt beim Start wie immer gut weg und schnappt sich Mario und Teun, kurz darauf auch den führenden Morgan +8-Konkurrenten.
Sein Versuch, mehr Raum zu seinen Verfolgern zu schaffen, wird vereitelt durch eine zweirundige Safety-Car-Phase, verursacht durch einen heftigen Dreher von Willem de Vries (Dolomite Sprint) in der Zielgeraden-Eingangskurve…glücklicherweise nur mit Blechschaden.
Nach dem Einscheren des Safety-Cars konnte sich E.J. Mercer wieder vor Hubertus setzen, der dies aber nicht hinnahm und seinen Markenkollegen in einem gewagten Bremsmanöver vor der Tarzanbocht dann hinter sich stellte. Mercer musste dann schließlich auch noch den furios aufholenden orangefarbenen Triumph TR6 mit Mario Neumann passieren lassen, der dann nur wenige Meter hinter dem Sieger Hubertus als Zweiter die Ziellinie passierte.
Einen hervorragenden vierten Gesamtplatz belegte der Triumph Competition Vizemeister Marcel Mulders in seinem nochmals erstarkten Triumph TR3. Weiter hinten konnte sich Volker Mielcarek in seinen für Zandvoort zu lauten TR4 noch einmal leicht von seinem Klassengegner Max Gerrit Westhoff (TR3) absetzten, der ihm das Überholen aber nicht leicht machte und seine zweite Klassenposition lange Zeit mit spannenden und beherzten Manövern verteidigte.
Marc Mathieu, der von seinem Triumph TR3 in dieser Saison in einen roten AH-Sprite/Frogeye umgestiegen ist, musste sich letztlich von seiner Frau Helene, ebenfalls AH-Sprite, geschlagen geben…eine ganz neue Erfahrung für ihn.
Kurz vor den beiden fuhren Ulrich Kuhn und (MGA) und Hendrik Unland (TR6) nach einem sicheren und ruhigen Rennen über die Ziellinie.
Erfreulich ist, dass Hubert Krämer die Zündungsprobleme seines Marcos GT jetzt wohl in den Griff bekommen hat…er konnte seine Auto hinter der starken Gruppe der ortskundigen holländischen MGs auf den dreizehnten Platz bringen.
Nach dem zweiten Qualifying gibt es wieder eine interessante Startaufstellung:
Auf der Pole steht diesmal Marcel van Mulders mit seinem zitronengelben TR3, auf Platz 2 Teun Bleijenberg mit MGB, für die zweite Startreihe haben sich die beiden Morgan +8 von Paul Conway und Hubertus Carl qualifiziert. Da Teun aber im Training einen Motorschaden hat, bleibt beim 2. Rennen sein Startplatz leider leer.
Die Startprozedur ist diesmal wegen der erwähnten Sichtprobleme geändert, es wird mit der holländischen Flagge gestartet. Marcel (TR3) wird durch diese Änderung überrascht und bleibt beim Start erst mal stehen, so dass Hubertus sich in Führung bringen kann und Paul Conway das Morgan +8-Doppelpack komplettiert. Hubertus kann gegenüber der überlegenen Motorleistung des Morgan-Konkurrenten nach zwei Runden am Ende der Zielgeraden nicht mehr gegenhalten…auch seine mehrfachen Ausbremserfolge nützen ihm nichts…am Ende liegt Paul eine Sekunde vor Hubertus.
Dritter wird ein etwas enttäuschter Marcel van Mulders, der sich über den verpatzten Start ärgert. Für Spannung und Zuschauerfreude sorgte fast die ganze Renndistanz lang eine sich nichts schenkende Vierergruppe aus drei holländischen MGA/B und dem TR4 von Volker Mielcarek, der diesen Mehrkampf dann schließlich mit dem siebten Gesamtplatz für sich entscheiden konnte. Gerrit Westhoff, der in dieser Gruppe mit seinem hellblauen TR3 anfangs hier ebenfalls mitmischte, musste sein Auto wegen geplatztem Kühlerschlauch nach der halben Renndistanz leider abstellen. Pech hatte auch Mario Neumann, der seinen Erfolg aus dem ersten Rennlauf wegen eines gebrochenen Verteilerfingers nicht wiederholen konnte.
Alles in allem kann man sagen: Es war ein tolles Wochenende, die technischen Ausfälle im normalen Bereich, wenig Blechschäden und gute Stimmung bei bestem Wetter machen Lust auf mehr… Rennenfahren.

