MCS Stuttgarter Rössle:     Rennbericht

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Foto: Pieter

Rennen Hockenheimring „Stuttgarter Rössle“ 19.- 21. Juni 2009

(Bericht von Hubertus Carl)

 

Nach langen Jahren endlich mal wieder in Hockenheim zu fahren, war für viele ein großer Wunsch. Vor allem die Fahrer aus den südlichen Teilen der Republik und auch unsere Schweizer Freunde brauchten diesmal nicht so weit wie sonst anzureisen, nur die Fahrer der MG-Competition Holland hatten eine 600 km Fahrt zu bewältigen.

Aber immerhin waren 9 hölländisch/belgische Teams nach Hockenheim gekommen und wir hatten beim ersten Training am Freitag insgesamt 26 Autos am Start. Nach dem Training wurde sofort klar, wer uneinholbar auf der Pole stehen wird: Elio Cocciarelli mit der Ginetta G4 fuhr 2:08 min, da kam die Fraktion der Stoßstangenmotorisierten nicht heran, Marcel van Mulders (Triumph TR3) war mit 2:10 min der zweite Startplatz sicher, gefolgt von Hubertus Carl (Morgan +8) mit 2:13 min. Das zweite Training brachte zwar bessere Rundenzeiten, aber keine Änderung der Startaufstellung.

 
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Foto: A. Bohm

Unser erstes Rennen am Samstagmittag wurde mit einem fliegenden Start eröffnet. Elio setzte sich sofort ab, er fuhr im Rennen 2:06 min, Hubertus versuchte, an Marcel dranzubleiben, das funktionierte aber nicht so richtig: In der Spitzkehre nach der Parabolica verbremste er sich und musste einen weiten Bogen fahren. Dadurch war auf einmal Albert van der Wal mit seinem „neuen“ MGB GT V8 vor ihm. Hubertus konnte ihn dann in einer der folgenden Ecken ausbremsen und sich langsam absetzen. Nach der Hälfte des Rennen steht die Ginetta plötzlich am Streckenrand, Kopfdichtung defekt, wie sich später herausstellte. Der Führende heißt jetzt Marcel van Mulders, der ein einsames Rennen bis zum Schluss fährt, auf dem zweiten Platz läuft Hubertus Carl ein, Platz drei belegt ein sehr erfreuter Christian Marx mit seinem Triumph TR4.

 
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Foto: Pieter

Das zweite Rennen am Sonntagmittag wird nach dem Ergebnis des 1. Rennens wieder fliegend gestartet. Hubertus versucht, mit dem spurtstarken 8-Zylinder-Morgan den superschnellen Triumph TR3 von Marcel auszubeschleunigen, es gelingt ihm aber nicht, und in der ersten Kurve hat Marcel die Nase vorn. In den folgenden Runden versucht Hubertus, sich von Marcel „mitziehen“ zu lassen, es geht aber nur 3-4 Runden, dann muss er abreißen lassen und Marcel fährt wieder einen einsamen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Bei Hubertus Carls Morgan +8 fällt zur Hälfte des Rennens ein Ventil in den Keller und der sonst so zuverlässige Morgan rollt hinter der Sachs-Kurve aus. Währenddessen hat sich Albert van der Wal (MGB-GT-V8) vom 9. Startplatz immer weiter nach vorne gearbeitet, er beendet das Rennen auf Platz zwei.

Eine schöne Überraschung erlebte Volker Mielcarek mit seinem Triumph TR4 nach Beendigung des Rennens, als er von den Streckenposten zum Podium durchgewunken wurde: Er hatte bis dahin nicht gewusst, dass er auf dem dritten Platz gefinisht hatte.

 
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Foto: A. Bohm

Als Fazit kann man sagen, es war schön, einmal wieder in Hockenheim zu fahren, die Strecke ist doch viel anspruchsvoller als man glaubt, besonders schwierig ist es, aus Höchstgeschwindigkeit punktgenau eine Spitzkehre anzubremsen, was einigen Fahrern auch nicht immer gelungen ist. Zum Glück war der Wettergott mal wieder gnädig mit uns: Schönes Frühsommerwetter ohne einen Tropfen Regen bis zu unserer Siegerehrung. Erst beim Aufladen der Autos kam der große Regenguss.